Das E-Rechnungs-Lexikon
Jeder Begriff mit einer Definition, die für sich steht — und wo es hilft, mit dem echten Feld aus der API und einem Werkzeug, das Sie direkt auf der Seite benutzen können.
69 Einträge · Als JSON
Einstieg
Sechs Begriffe, mit denen fast jede Frage zur E-Rechnung anfängt.
- EN 16931
EN 16931 ist die europäische Norm, die festlegt, welche Angaben eine elektronische Rechnung enthalten muss und was sie bedeuten — sie beschreibt ein semantisches Datenmodell, kein Dateiformat, und wird von XRechnung, ZUGFeRD, Factur-X und Peppol BIS gleichermaßen umgesetzt.
- XRechnung
Die XRechnung ist der deutsche Standard für elektronische Rechnungen an die öffentliche Verwaltung: eine CIUS von EN 16931, gepflegt von der KoSIT, technisch reines XML in der Syntax UBL oder CII — ohne PDF-Anteil.
- ZUGFeRD
ZUGFeRD ist ein Hybridformat: eine PDF/A-3-Datei, die für Menschen lesbar ist und zugleich eine vollständige XML-Rechnung im CII-Format eingebettet trägt — eine Datei, die von Mensch und Maschine gelesen werden kann.
- Validierung
Validierung ist die maschinelle Prüfung einer E-Rechnung gegen die Regeln ihres Formats — in drei Stufen: Syntax (ist das XML wohlgeformt?), Schema (sind die Felder richtig getypt?) und Geschäftsregeln (ergibt der Inhalt fachlich Sinn?).
- Leitweg-ID
Die Leitweg-ID ist die elektronische Zustelladresse einer deutschen Behörde: Sie steuert, an welche Stelle eine XRechnung im Behördennetz geleitet wird, und wird im Feld BT-10 (Buyer reference) übertragen.
- E-Rechnungspflicht
Die E-Rechnungspflicht verpflichtet Unternehmen, Rechnungen in einem strukturierten elektronischen Format auszustellen und zu empfangen statt als Papier oder einfaches PDF — in Deutschland gilt sie im B2B-Bereich gestaffelt, beginnend mit der Pflicht zum Empfang.
Nach Thema
Alle Einträge nach Sachgebiet — die Ordnung, die man braucht, solange man das Vokabular noch nicht kennt.
Normen5 Einträge
Formate & Syntax18 Einträge
Validierung & Regelwerk9 Einträge
Infrastruktur12 Einträge
Felder & Kennungen11 Einträge
Recht & Compliance14 Einträge
Alle Begriffe von A bis Z
Das vollständige Verzeichnis mit Definitionen. Für den Fall, dass Sie den Begriff schon kennen.
§
- § 14 UStG
- § 14 UStG legt fest, welche Angaben eine Rechnung in Deutschland enthalten muss, damit der Empfänger die Vorsteuer ziehen darf — fehlt eine davon, ist der Vorsteuerabzug gefährdet, unabhängig vom Dateiformat.
A
- Access Point
- Ein Access Point ist ein zertifizierter Dienstleister, über den ein Unternehmen an Peppol teilnimmt — er nimmt Dokumente entgegen, reicht sie an den Access Point der Gegenseite weiter und ist der einzige Weg, an dem Verbund teilzunehmen.
- Aufbewahrungspflicht
- Die Aufbewahrungspflicht verlangt, Rechnungen über einen gesetzlich festgelegten Zeitraum lesbar und auswertbar vorzuhalten — bei einer E-Rechnung ist das strukturierte Original aufzubewahren, nicht ein daraus erzeugter Ausdruck.
B
- B2B
- B2B (Business-to-Business) bezeichnet Rechnungen zwischen Unternehmen — dieser Bereich ist der eigentliche Gegenstand der deutschen E-Rechnungsreform, weil er ungleich mehr Belege umfasst als das Geschäft mit Behörden.
- B2G
- B2G (Business-to-Government) bezeichnet Rechnungen an die öffentliche Verwaltung — hier gilt die E-Rechnung in Deutschland schon deutlich länger als im Geschäft zwischen Unternehmen, und die Leitweg-ID ist Pflicht.
- BG-Nummer (Business Group)
- Eine BG-Nummer bezeichnet eine Gruppe zusammengehöriger Felder in EN 16931 — BG-4 ist der Verkäufer, BG-16 sind die Zahlungsangaben. Regeln verlangen häufig eine ganze Gruppe, nicht ein einzelnes Feld.
- BR-DE-Regeln
- BR-DE-Regeln sind die zusätzlichen deutschen Geschäftsregeln der XRechnung, die über EN 16931 hinausgehen — sie verlangen unter anderem einen Ansprechpartner beim Verkäufer und Angaben zur Zahlung, und sie sind der häufigste Grund für eine Ablehnung.
- BT-Nummer (Business Term)
- Eine BT-Nummer bezeichnet ein einzelnes Datenfeld in EN 16931 — BT-1 ist die Rechnungsnummer, BT-10 die Käuferreferenz. Fehlermeldungen von Validierern nennen fast immer die BT-Nummer, nicht den Feldnamen Ihres Systems.
- Buyer Reference (BT-10)
- Die Buyer Reference (BT-10) ist das Feld, in dem der Empfänger seine eigene Zuordnungskennung erwartet — in Deutschland trägt es die Leitweg-ID, in anderen Ländern eine Bestellnummer oder Kostenstelle.
C
- CEN
- Das CEN (Europäisches Komitee für Normung) ist die Organisation, die EN 16931 erarbeitet und pflegt — die technischen Arbeitsgruppen dort entscheiden, welche Felder europaweit als Kern einer Rechnung gelten.
- Chorus Pro
- Chorus Pro ist die französische Plattform für Rechnungen an die öffentliche Hand — jede Rechnung an eine französische Behörde läuft darüber, und sie ist der Vorläufer der breiteren französischen Reform.
- CII (Cross Industry Invoice)
- CII (Cross Industry Invoice) ist die von UN/CEFACT entwickelte XML-Syntax für Rechnungen und eine der beiden Syntaxen, die EN 16931 zulässt — ZUGFeRD und Factur-X betten CII in die PDF-Datei ein.
- CII oder UBL?Ratgeber
- CII und UBL sind zwei XML-Syntaxen für denselben fachlichen Inhalt: Beide setzen EN 16931 um, beide sind gleichwertig gültig — welche Sie brauchen, entscheidet der Empfänger, nicht die Norm.
- CIUS
- Eine CIUS (Core Invoice Usage Specification) ist eine nationale oder branchenspezifische Verschärfung von EN 16931: Sie darf Felder zur Pflicht machen oder Wertebereiche einengen, aber niemals neue Felder hinzufügen — die XRechnung ist die deutsche CIUS.
- Clearance-Modell
- Im Clearance-Modell muss eine Rechnung die Finanzverwaltung passieren, bevor sie beim Empfänger ankommt — der Staat prüft und quittiert jedes Dokument einzeln. Italien arbeitet so, Deutschland nicht.
D
- Digitale Signatur
- Eine digitale Signatur belegt kryptografisch, wer ein Dokument ausgestellt hat und dass es danach nicht verändert wurde — in Deutschland ist sie für E-Rechnungen nicht vorgeschrieben, in einigen anderen Ländern schon.
E
- E-Rechnung
- Eine E-Rechnung ist eine Rechnung in einem strukturierten, maschinell auswertbaren Format — ein eingescanntes Papier oder ein gewöhnliches PDF ist ausdrücklich keine, weil sich seine Daten nicht ohne Interpretation auslesen lassen.
- E-Rechnungen empfangenRatgeber
- Die Pflicht zum Empfang von E-Rechnungen erfüllt technisch schon ein E-Mail-Postfach — die eigentliche Arbeit beginnt danach: das strukturierte Original auslesen, prüfen und revisionssicher aufbewahren.
- E-Rechnungspflicht
- Die E-Rechnungspflicht verpflichtet Unternehmen, Rechnungen in einem strukturierten elektronischen Format auszustellen und zu empfangen statt als Papier oder einfaches PDF — in Deutschland gilt sie im B2B-Bereich gestaffelt, beginnend mit der Pflicht zum Empfang.
- E-Reporting
- E-Reporting bezeichnet die Pflicht, Rechnungsdaten an die Finanzverwaltung zu melden — unabhängig davon, wie die Rechnung beim Empfänger ankommt. Es ist die zweite Hälfte vieler nationaler Reformen neben der E-Rechnung selbst.
- ebInterface
- ebInterface ist der österreichische XML-Rechnungsstandard, der von Wirtschaftskammer und Austrian Standards gepflegt wird und für Rechnungen an den Bund über das Unternehmensserviceportal verlangt wird.
- EDI
- EDI (Electronic Data Interchange) bezeichnet den strukturierten Datenaustausch zwischen Unternehmen ohne manuelle Zwischenschritte — E-Rechnung ist der Anwendungsfall von EDI, den der Gesetzgeber inzwischen vorschreibt.
- EDIFACT
- EDIFACT ist der ältere, nicht XML-basierte Nachrichtenstandard der UN für den elektronischen Datenaustausch, im Handel und in der Industrie seit Jahrzehnten etabliert — die Nachricht INVOIC ist dort das Gegenstück zur Rechnung.
- Elektronische Adresse (BT-34 / BT-49)
- Die elektronische Adresse benennt, unter welcher Kennung Verkäufer (BT-34) und Käufer (BT-49) elektronisch erreichbar sind — im Peppol-Kontext ist sie die Teilnehmerkennung, ohne die eine Zustellung nicht adressierbar ist.
- EN 16931
- EN 16931 ist die europäische Norm, die festlegt, welche Angaben eine elektronische Rechnung enthalten muss und was sie bedeuten — sie beschreibt ein semantisches Datenmodell, kein Dateiformat, und wird von XRechnung, ZUGFeRD, Factur-X und Peppol BIS gleichermaßen umgesetzt.
- Extension
- Eine Extension erweitert EN 16931 um Felder, die der Kern nicht kennt — im Gegensatz zur CIUS, die nur einschränken darf. Wer eine Extension nutzt, verlässt die garantierte europäische Interoperabilität und muss sich mit dem Empfänger abstimmen.
F
- Factur-X
- Factur-X ist der französische Name desselben Hybridformats, das in Deutschland ZUGFeRD heißt — deutsch-französisch gemeinsam entwickelt, technisch deckungsgleich, sodass eine Datei in beiden Ländern gültig ist.
- Facturae
- Facturae ist das spanische XML-Rechnungsformat mit eigener Syntax und verpflichtender elektronischer Signatur — es ist älter als EN 16931 und deshalb nicht einfach eine weitere CIUS.
- FatturaPA
- FatturaPA ist das italienische Rechnungsformat, das über das staatliche System SDI läuft — anders als in Deutschland prüft und verteilt dort eine Behörde jede einzelne Rechnung, bevor sie den Empfänger erreicht.
- FeRD
- Das FeRD (Forum elektronische Rechnung Deutschland) ist das Gremium, das ZUGFeRD entwickelt und pflegt — es ist beim Bundesministerium für Wirtschaft angesiedelt und arbeitet mit dem französischen Pendant an Factur-X zusammen.
- Fünf-Ecken-Modell
- Das Fünf-Ecken-Modell ergänzt das Vier-Ecken-Modell um die Finanzverwaltung als fünfte Ecke: Die Dienstleister melden Rechnungsdaten zusätzlich an den Staat — Frankreich hat sein Meldesystem so gebaut.
G
- Geschäftsregel (Business Rule)
- Eine Geschäftsregel prüft eine fachliche Aussage über die Rechnung statt ihrer technischen Form — etwa dass die Summe der Positionen dem Nettobetrag entspricht. In EN 16931 tragen diese Regeln Kennungen wie BR-11 oder BR-CO-10.
- GoBD
- Die GoBD sind die Verwaltungsvorschriften der deutschen Finanzverwaltung dazu, wie steuerlich relevante Daten geführt, gespeichert und im Prüfungsfall bereitgestellt werden müssen — sie bestimmen, wie eine E-Rechnung archiviert werden muss.
H
- Hybridformat
- Ein Hybridformat vereint die menschenlesbare und die maschinenlesbare Rechnung in einer einzigen Datei — sichtbar ein PDF, technisch zusätzlich ein eingebettetes XML. ZUGFeRD und Factur-X sind die verbreiteten Vertreter.
I
- ISDOC
- ISDOC ist der tschechische XML-Rechnungsstandard, der vor EN 16931 entstand und dort weiterhin breit im Einsatz ist — wer nach Tschechien fakturiert, trifft ihn neben den europäischen Formaten an.
K
- Kleinunternehmer (§ 19 UStG)
- Kleinunternehmer nach § 19 UStG weisen keine Umsatzsteuer aus — von der Pflicht, E-Rechnungen empfangen zu können, befreit sie das jedoch nicht, und ihre Rechnungen brauchen den Hinweis auf die Regelung.
- KoSIT
- Die KoSIT (Koordinierungsstelle für IT-Standards) ist die deutsche Stelle, die den XRechnung-Standard pflegt und den offiziellen Validator samt Schematron-Regelwerk veröffentlicht — ihre Regeln entscheiden, ob eine XRechnung als konform gilt.
- KSeF
- KSeF (Krajowy System e-Faktur) ist die polnische staatliche Plattform für elektronische Rechnungen, die nach dem Clearance-Prinzip arbeitet — jede Rechnung wird dort registriert und erhält eine Kennung.
L
- Leistungszeitraum
- Der Leistungszeitraum gibt an, wann die abgerechnete Lieferung oder Leistung erbracht wurde — er ist umsatzsteuerlich eine Pflichtangabe und darf nicht mit dem Rechnungsdatum verwechselt werden.
- Leitweg-ID
- Die Leitweg-ID ist die elektronische Zustelladresse einer deutschen Behörde: Sie steuert, an welche Stelle eine XRechnung im Behördennetz geleitet wird, und wird im Feld BT-10 (Buyer reference) übertragen.
N
- NLCIUS
- NLCIUS ist die niederländische CIUS von EN 16931 in UBL-Syntax — sie ist eng mit Peppol BIS verwandt und wird für Rechnungen an niederländische Behörden verlangt.
O
- OZG-RE
- Die OZG-RE ist eine der beiden Eingangsplattformen des Bundes für elektronische Rechnungen — sie nimmt XRechnungen für angeschlossene Behörden entgegen und prüft sie, bevor sie weitergeleitet werden.
P
- PDF-Rechnung zur E-RechnungRatgeber
- Eine PDF-Rechnung aus Word oder Excel lässt sich regelbasiert in eine E-Rechnung überführen; was dabei scheitert, sind nicht das Lesen, sondern die Abbildung auf EN 16931 und die Angaben, die auf dem PDF nie standen — Bankverbindung, Ansprechpartner, Mailadresse und Leitweg-ID des Käufers.
- PDF/A-3
- PDF/A-3 ist die Archivvariante des PDF-Formats, die als einzige das Einbetten beliebiger Dateien erlaubt — genau diese Eigenschaft macht sie zum Träger der XML-Rechnung in ZUGFeRD und Factur-X.
- Peppol
- Peppol ist ein europaweiter Verbund für den Austausch von Beschaffungsdokumenten: Teilnehmer schließen sich an einen zertifizierten Dienstleister an, und die Zustellung zwischen diesen Dienstleistern folgt einheitlichen Regeln — das sogenannte Vier-Ecken-Modell.
- Peppol BIS Billing 3.0
- Peppol BIS Billing 3.0 ist die Rechnungsspezifikation des Peppol-Verbunds: eine CIUS von EN 16931 in UBL-Syntax, die vorgibt, wie ein Dokument aussehen muss, damit jeder Teilnehmer es verarbeiten kann.
- Peppol-Teilnehmerkennung
- Die Peppol-Teilnehmerkennung identifiziert einen Empfänger im Verbund eindeutig und besteht aus einem Schema-Präfix und einem Wert — etwa der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder einer nationalen Registernummer.
R
- Rechnungsnummer (BT-1)
- Die Rechnungsnummer ist die eindeutige, fortlaufend vergebene Kennung eines Belegs — sie ist umsatzsteuerlich vorgeschrieben, darf sich nie wiederholen und ist in EN 16931 das Feld BT-1.
- Revisionssicherheit
- Revisionssicherheit bedeutet, dass ein archiviertes Dokument nachträglich nicht unbemerkt verändert werden kann und jede Bearbeitung nachvollziehbar bleibt — die technische Umsetzung ist frei, der Nachweis nicht.
S
- Schematron
- Schematron ist eine ISO-genormte Regelsprache, die mit XPath-Ausdrücken prüft, ob der Inhalt eines XML-Dokuments fachlich stimmt — es ist die Stufe, auf der Geschäftsregeln wie BR-DE-2 oder BR-11 tatsächlich ausgeführt werden.
- Schweregrad (fatal / warning)
- Der Schweregrad entscheidet, ob ein Regelverstoß die Rechnung ablehnt oder nur anmerkt: als fatal markierte Regeln führen zur Zurückweisung, als warning markierte nicht. Dieselbe fachliche Aussage kann je Regelwerk unterschiedlich schwer wiegen.
- SDI (Sistema di Interscambio)
- Das SDI (Sistema di Interscambio) ist die italienische Austauschplattform, über die jede Rechnung läuft: Sie prüft das Dokument, quittiert es und stellt es dem Empfänger zu — ohne SDI gilt eine Rechnung in Italien als nicht ausgestellt.
- Skonto
- Skonto ist ein Preisnachlass für schnelle Zahlung — in der XRechnung wird er nicht als Freitext, sondern in einer festgelegten Zeichenkette im Zahlungsbedingungsfeld codiert, was eine häufige Fehlerquelle ist.
- SML (Service Metadata Locator)
- Der SML (Service Metadata Locator) ist das zentrale Verzeichnis von Peppol, das über DNS auflöst, welcher SMP für einen bestimmten Teilnehmer zuständig ist — er ist die erste Station jeder Zustellung.
- SMP (Service Metadata Publisher)
- Ein SMP (Service Metadata Publisher) ist das Verzeichnis, in dem hinterlegt ist, welche Dokumentarten ein Peppol-Teilnehmer annimmt und an welcher technischen Adresse — ohne diesen Eintrag ist ein Teilnehmer nicht erreichbar.
- Steuernummer
- Die Steuernummer wird vom Finanzamt vergeben und identifiziert den Steuerpflichtigen national — sie ist nicht dasselbe wie die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, und eine Rechnung braucht mindestens eine von beiden.
U
- UBL (Universal Business Language)
- UBL (Universal Business Language) ist die von OASIS standardisierte XML-Syntax für Geschäftsdokumente und die zweite von EN 16931 zugelassene Syntax — Peppol BIS 3.0 und die UBL-Variante der XRechnung bauen darauf auf.
- Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
- Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer weist ein Unternehmen im europäischen Binnenmarkt aus und ist bei grenzüberschreitenden Leistungen Pflichtangabe — in EN 16931 steht sie beim Verkäufer als BT-31.
V
- Validierung
- Validierung ist die maschinelle Prüfung einer E-Rechnung gegen die Regeln ihres Formats — in drei Stufen: Syntax (ist das XML wohlgeformt?), Schema (sind die Felder richtig getypt?) und Geschäftsregeln (ergibt der Inhalt fachlich Sinn?).
- ViDA
- ViDA (VAT in the Digital Age) ist das Reformpaket der EU, das die Mehrwertsteuer an digitale Prozesse anpasst — es macht strukturierte Rechnungen zum europäischen Normalfall und führt eine grenzüberschreitende Meldepflicht ein.
- Vier-Ecken-Modell
- Im Vier-Ecken-Modell schickt der Absender sein Dokument an seinen eigenen Dienstleister, dieser reicht es an den Dienstleister des Empfängers weiter, und der stellt es zu — vier Beteiligte, und keiner der beiden Unternehmen muss den anderen technisch kennen.
X
- XRechnung
- Die XRechnung ist der deutsche Standard für elektronische Rechnungen an die öffentliche Verwaltung: eine CIUS von EN 16931, gepflegt von der KoSIT, technisch reines XML in der Syntax UBL oder CII — ohne PDF-Anteil.
- XRechnung abgelehnt — was tun?Ratgeber
- Die häufigsten Ablehnungsgründe einer XRechnung sind keine XML-Fehler, sondern verletzte Geschäftsregeln: fehlender Ansprechpartner, fehlende Zahlungsangaben, falsch codierter Skonto oder eine Summe, die nicht aufgeht.
- XRechnung oder ZUGFeRD?Ratgeber
- XRechnung und ZUGFeRD unterscheiden sich nicht im Inhalt, sondern in der Verpackung: Die XRechnung ist reines XML für Behörden, ZUGFeRD ein PDF mit eingebettetem XML für Empfänger, die den Beleg auch ansehen wollen.
- XSD (XML Schema)
- Eine XSD beschreibt den erlaubten Aufbau eines XML-Dokuments — welche Elemente in welcher Reihenfolge, mit welchem Datentyp und wie oft vorkommen dürfen. Sie prüft die Form, nicht den fachlichen Sinn.
Z
- ZRE (Zentrale Rechnungseingangsplattform)
- Die ZRE ist die zentrale Rechnungseingangsplattform der unmittelbaren Bundesverwaltung — welche der beiden Bundesplattformen zuständig ist, verrät die Leitweg-ID des Empfängers.
- ZUGFeRD
- ZUGFeRD ist ein Hybridformat: eine PDF/A-3-Datei, die für Menschen lesbar ist und zugleich eine vollständige XML-Rechnung im CII-Format eingebettet trägt — eine Datei, die von Mensch und Maschine gelesen werden kann.
- ZUGFeRD oder Factur-X?Ratgeber
- ZUGFeRD und Factur-X sind technisch dasselbe Format unter zwei nationalen Namen — praktisch relevant sind nur die Profile und die nationalen Zusatzregeln, nicht die Datei an sich.
- ZUGFeRD-Profile im VergleichRatgeber
- Die ZUGFeRD-Profile staffeln, wie viel strukturierte Information eine Datei enthält — von MINIMUM, das nur Buchungshilfe ist, bis EXTENDED. Erst ab dem Profil EN 16931 gilt eine Datei als vollwertige E-Rechnung.