Rechnung an eine Behörde oder einen öffentlichen Auftraggeber

Eine XRechnung, die das Rechnungseingangsportal annimmt — samt Leitweg-ID.

Öffentliche Auftraggeber nehmen Rechnungen elektronisch entgegen, über ihr Rechnungseingangsportal und im Format XRechnung. Was eine sonst korrekte Rechnung dort scheitern lässt, ist fast immer dieselbe Stelle: die Leitweg-ID. Sie ist keine Kundennummer, sie kommt mit der Bestellung oder aus dem Vergabeportal, und ohne sie schlägt die Regel BR-DE-15 an. Diese Seite beschreibt den Weg von den Rechnungsdaten zum versandfertigen UBL-XML — und die Prüfung davor.

Was reinkommt

Rechnungsdaten wie bei jeder anderen Rechnung

Leitweg-ID des Empfängers (BT-10) aus Bestellung oder Vergabeportal

Bestell- oder Vertragsnummer, wenn die Vergabestelle sie verlangt

Erreichbarer Ansprechpartner beim Absender — Name und Telefon oder E-Mail

Was das löst

01

Die Leitweg-ID sitzt an der richtigen Stelle

countrySpecific.leitwegId landet als BT-10 im UBL. Fehlt sie, schlägt BR-DE-15 an — und zwar bei der Prüfung vor dem Versand statt später im Portal der Behörde.

02

Geprüft gegen die offiziellen KoSIT-Regeln

Geprüft wird gegen das Schematron der KoSIT, nicht gegen eine eigene Auslegung. Die Antwort nennt Regel-Code und betroffenes Feld, damit die Korrektur eine Stelle hat.

03

BR-DE-2: Der Kontakt ist Pflicht

Die häufigste Ursache für eine abgelehnte erste XRechnung ist kein Rechenfehler, sondern ein fehlender Ansprechpartner beim Absender. Name plus Telefon oder E-Mail genügen — aber sie müssen als Feld vorliegen.

04

Das Ergebnis ist versandfertiges XML

Die Antwort ist das fertige UBL-Dokument. Es geht unverändert an das Rechnungseingangsportal; ein Umweg über ein PDF ist nicht nötig.

Ein echtes Beispiel

Ausschnitt aus dem Rezept „Rechnung an eine Behörde“ — Leitweg-ID und Ansprechpartner, die beiden Felder, an denen es scheitert.

json
{
"invoice": {
"invoiceNumber": "RE-2025-001",
"countrySpecific": {
"countryCode": "DE",
"leitwegId": "991-12345-67"
},
"seller": {
"name": "Muster GmbH",
"email": "info@muster.de",
"phone": "+49 30 12345678"
},
"total": 1785
}
}

POST /api/v1/invoice/DE/xrechnung/generate

Antwort: das fertige UBL-XML einer XRechnung mit der Leitweg-ID 991-12345-67 als BT-10 und einem Gesamtbetrag von 1.785,00 € — versandfertig für das Rechnungseingangsportal.

Das vollständige Rezept

Die beteiligten Endpoints

  • Invoice Creator

    POST /api/v1/invoice/{countryCode}/{format}/generate

    Live
  • Validator

    POST /api/v1/invoice/{countryCode}/validate

    Live

Gegenüber der Alternative

Die Alternative ist das Web-Formular des Portals: einmal im Monat vertretbar, bei fünfzig Rechnungen nicht. Welcher API-Weg die XRechnung wie abbildet, steht im Vergleich.

Zum Vergleich

So läuft es

  1. 1

    Leitweg-ID beim Empfänger erfragen — sie steht in der Bestellung oder im Vergabeportal, nicht in deinen Stammdaten.

  2. 2

    POST /api/v1/invoice/DE/validate — meldet BR-DE-15 und BR-DE-2, bevor das Portal es tut.

  3. 3

    POST /api/v1/invoice/DE/xrechnung/generate und das UBL-XML an das Rechnungseingangsportal übergeben.

Was es bei diesem Umfang kostet

Rund 200 Rechnungen im Monat liegen im Tarif Starter bei 23 € pro Monat.

Alle Preise netto, zzgl. USt. · 20 % Rabatt bei Jahreszahlung · Free-Tier ohne Kreditkarte

Alle Tarife

Grenzen

  • Die Übergabe an das Portal bleibt dein Schritt: Peppol-Versand ist noch nicht verfügbar (geplant 2027).
  • Die Leitweg-ID lässt sich weder berechnen noch erraten; sie kommt vom Auftraggeber.
  • Geprüft wird die Konformität der Rechnung, nicht die fachliche Richtigkeit deiner Beträge.

Häufige Fragen

Woher bekomme ich die Leitweg-ID?

Vom Auftraggeber — sie steht in der Bestellung, im Vertrag oder im Vergabeportal. Es gibt kein Verzeichnis, aus dem sie sich ableiten ließe.

Reicht ein ZUGFeRD-PDF für eine Behörde?

Frag den Empfänger. Die Rechnungseingangsportale des Bundes und mehrerer Länder erwarten XRechnung; welches Format und welcher Übermittlungsweg gilt, sagt dir der Auftraggeber.

Was bedeutet BR-DE-15?

Die KoSIT-Regel, die eine Leitweg-ID verlangt. Der Code steht in der Antwort des Validate-Endpoints; die Fehlerreferenz erklärt ihn im Zusammenhang.

Die erste XRechnung an einen öffentlichen Auftraggeber — ohne Rückläufer.